Die  ÖDP  (Ökologisch-demokratische Partei) hat einen interessanten  Leitfaden Dachbegrünung als  Beitrag für die Artenvielfalt in unserer Heimat herausgegeben, den wir gerne empfehlen.
Gedacht ist der Leitfaden für interessierte Dachbesitzer, die ihr Dach, eventuell auch im Selbstbauweise, begrünen möchten, aber auch für die politischen Mandatsträger, die sich vor Ort für eine finanzielle Förderung oder auch für geringere Abwassergebühren einsetzen möchten.
Der Leitfaden kann auf der Seite www.oedp-donau-ries-dillingen.de heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

"23 Uhr? Licht aus!" - Neue LBV-Aktion gegen Lichtverschmutzung für Aktive

 

Durch das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“ 2019 gibt es in Bayern verbindliche Regelungen in Sachen Lichtverschmutzung. Unter anderem ist es gesetzlich verboten, die Fassaden öffentlicher Gebäude nach 23 Uhr anzustrahlen. Fraglich ist, ob in Bayern tatsächlich spätestens um 23 Uhr an Rathäusern, Schulen, Kirchen und Co. die Lichter auch wirklich ausgehen.

 

Der LBV startet deshalb heute eine Überprüfungsaktion und ruft alle Ehrenamtlichen dazu auf, bei sich vor Ort zu schauen, ob die 23-Uhr-Abschaltung an öffentlichen Gebäuden umgesetzt wird. Falls nicht, empfiehlt es sich an die Gemeinde heranzutreten, auf das Gesetz aufmerksam zu machen und die Abschaltung zu verlangen.

 

 

Die Landesgeschäftsstelle sammelt  Rückmeldungen, um ggf. auf Landesebene aktiv zu werden, wenn sich ein bayernweites Problem abzeichnet. Hier geht’s  zum Rückmelde-Formular:

 

https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/lichtverschmutzung/meldung-beleuchtete-gebaeude/

 

 

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme! Mit ganz einfachen Mitteln können wir hier viel erreichen. Unnötiges Licht in der Nacht frisst nicht nur Strom und schädigt das Klima, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf unsere Biodiversität.

 

Donauzeitung vom 12.5.2021

Donauzeitung

15.04.2021

Artenschutz im Kreis Dillingen: Hunde an die Leine, Menschen auf die Wege

Es wird Frühling. An sonnigen Tagen wird es wieder viele Menschen in die freie Natur ziehen. Dort lässt sich aktuell viel Spannendes beobachten. Doch gerade jetzt ist besondere Rücksicht gefragt. „Es ist verständlich, dass viele unsere heimatliche  Natur genießen wollen. Das sollte aber immer mit dem nötigen Respekt vor ihr geschehen. In der startenden Brutsaison sind unsere heimischen Vögel besonders empfindlich gegenüber Störungen“, sagt LBV-Kreisgruppenvorsitzende Anne Vogel. 

 

Gerade der Landkreis Dillingen bietet für Wanderer und Radler eine wunderbare Landschaft. Aufgrund der Farbenpracht und Artenvielfalt fühlen sich viele Naturfreunde besonders von feuchten Wiesen und Mooren angezogen. Aber Bekassine, Kiebitz und andere vom Aussterben bedrohte Vogelarten nutzen diese Gebiete zur Brut und ziehen derzeit ihren Nachwuchs groß. Kritisch ist vor allem die Frühlingszeit bis in den Juli. Hier ist es jedoch wichtig, dass die Erholungssuchenden bestimmte Regeln einhalten. Dazu zählt, sich ruhig zu verhalten, auf den Wegen zu bleiben und Hunde an der Leine zu halten.

 

Besondere Vorsicht ist in Naturschutzgebieten geboten. Dort gelten strengere Schutzregeln. Harald Böck, Ornithologe der Kreisgruppe, stellt hier immer wieder fest, dass Spaziergänger die Wege verlassen oder Hunde frei umherlaufen lassen. „Bitte nehmen Sie Rücksicht,  besonders in den Schutzgebieten“, so der Appell des Vogelexperten. Die Erfahrung der Naturschützer zeigt: brütende Feldvögel wie Rebhuhn, Feldlerche oder andere in Wiesen brütende Vogelarten verlassen bei Begegnungen mit Erholungssuchenden fluchtartig ihr Nest. Das schutzlos zurückbleibende Gelege kann auskühlen und Fressfeinden wie Rabenkrähe und Fuchs oder auch freilaufenden Hunden zum Opfer fallen.

 

 

Feld- und Wiesenvögel haben es schwer bei uns. Von allen heimischen Vogelarten haben sie in den letzten Jahrzehnten die stärksten Rückgänge erlebt. Nicht nur seltene Arten wie Braunkehlchen, Brachvogel oder Kiebitz sind heute auf dem Rückzug sondern auch andere ehemals häufige und weit verbreitete Arten stehen unter Druck.

 

Die Bitte geht auch an Fischer und Jäger, die Schutzgebietsregeln einzuhalten und auf die Fahrt mit dem Auto zum Angelplatz oder auf Abschüsse in der Brutzeit zu verzichten. Auch sollten in Wiesen, Brachland und extensiv bewirtschafteten Weiden Quad- und Motorcrossfahrten und andere lautstarke Aktionen tabu sein.

 

Auch für Wassersportler gelte ein verantwortungsvolles Verhalten. Störungen an den Ufer und Schilfbereichen von Gewässern müssen aus Artenschutzgründen unbedingt vermieden werden.

 

„Gerade in der jetzigen Krisenzeit zeigt sich, wie wertvoll eine intakte Natur für uns Menschen ist.Umso wichtiger ist es, dass wir alles dafür tun, unsere heimische Vogelwelt zu erhalten und zu fördern“ so das Vorstandsteam der LBV-Kreisgruppe.

 

 

 

Laubmischwald, Broders Dr.Olaf, LBV-Archiv

 

 

 

 

LBV-Kreisgruppe sieht

Natura-2000-Waldgebiete gefährdet             Donauzeitung 31.03.2021

 

 

 

Die Kreisgruppe Dillingen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) sieht mit großer Sorge die Gefährdung der  natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen in Wäldern, die als Natura-2000-Gebiete ausgewiesen wurden, Gerade jetzt im Nachfeld der winterlichen Forstbewirtschaftung treten immer wieder Bürger an das Vorstandsteam der LBV-Kreisgruppe heran und drücken ihr Unverständnis über ein aus ihrer Sicht radikales Vorgehen in unseren heimatlichen Wäldern aus. Bestätigt sehen sich die  Kritiker durch die Klage der EU-Kommission, die Deutschland eine unzureichende Umsetzung der zu Natura-2000 ergangenen EU-Richtlinien vorwirft.

 

Anne Vogel, 1. Vorsitzende der Kreisgruppe sieht auch Gebiete im Landkreis Dillingen in Gefahr. Über 30 % der Landkreisfläche seien Natura-2000-Gebiete. Nahezu die Hälfte davon sind  Waldflächen  mit einer hochwertigen Naturausstattung. Diese seien in Jahrhunderten entstanden, weil die Waldbewirtschaftung in schonender Weise erfolgte. Die forstliche Nutzung sei in Natura-2000-Gebieten noch immer zulässig, wenn die waldbaulichen Maßnahmen nicht zu einer Verschlechterung führen. Es stehe außer Frage, dass sich der  Zustand der Wälder durch Bewirtschaftung sogar verbessern könne , z.B. durch das Zulassen von Alterungsstadien und der Erhaltung von Totholz aber in vielen Fällen sei eine Verschlechterung zu beobachten, z.B. durch die übermäßige Entnahme von Altbäumen.

 

Als besonders fragwürdig angesehen wird die Bewirtschaftung von Wäldern des Bayerischen Staates. Hier ist meist deren gewinnorientierte Ausrichtung wichtiger als der ökologische Aspekt. Nach dem neuen Bayerischen Naturschutzgesetz wird jedoch gerade der Biologischen Vielfalt in Staatswäldern der Vorrang eingeräumt.

                                                          

Wenn man als Beispiel den Wald nördlich von Finningen  betrachtet, der sowohl als FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiet als auch als Vogelschutzgebiet ausgewiesen wurde, entsteht der Eindruck, so die Fachleute der LBV-Kreisgruppe, als würden zugunsten wirtschaftlicher Zielsetzungen alle bestehenden Spielräume bis an die Grenzen ausgereizt. Und dies in einem Staatswaldgebiet.

Bis zur Forstreform im Jahre 2004 entsprach die Bewirtschaftung weitgehend den Erhaltungszielen. Nun aber haben große Auflichtungen und die Entnahme überproportional vieler starker Stämme die Waldstruktur stark verändert. Zwar hat sich der Forst verpflichtet, z.B. Eichen ab einem Durchmesser von 100 cm und Buchen ab 80 cm nicht mehr zu fällen, tatsächlich werden jedoch die Stämme schon entnommen, bevor sie diese Stärke erreichen können.

 

Es könne  nicht sein, dass in Wäldern, die im Eigentum des Freistaates Bayern sind, eine gewinnorientierte Bewirtschaftung im Vordergrund steht, so Kreisgruppenvorsitzende Vogel.

 

Priorität habe  in den genannten unzerschnittenen, weiträumigen  Jurawäldern der Erhalt eines  alt- und totholzreichen Mischwaldbestandes, der den Lebensraum insbesondere der auf Alt- und Höhlenbäume spezialisierten Arten, z. B. dem dort vorhandenen Schwarzspecht oder der Population der Bechsteinfledermaus erhält und verbessert.

 

Die eindringliche Bitte des Vorstandsteams der LBV-Kreisgruppe  geht  an die Verantwortlichen des Staates, die ihre ökonomischen Vorstellungen den Forstleuten vor Ort vorgeben.

 

 

Biodiversität und Artenvielfalt müssen in Natura-2000-Gebieten gerade in der heutigen Zeit einen höheren Stellenwert haben als Gewinnstreben.  Ökologische Handlungsanweisungen sind in den Natura-2000 Managementplanungen ausreichend vorhanden. Durchgehend wird hier die  Erhaltung und Förderung alter Bestandstrukturen und die Entwicklung von noch nicht so alten Beständen zu wertvollen Quartiershabitaten für bedrohte Arten dringend empfohlen. Eine sorgfältige Umsetzung  ist überfällig.

 

 

Foto:Georg Holzheu, Zöschingen

 

 

Rotkehlchen  - Vogel des Jahres 2021

 

Volkstümliche Namen
Ein altes alemannisches Wort für das Rotkehlchen lautet Rötele. Darüber hinaus gibt es für den stark mit mythischer Bedeutung versehenen Vogel auch Ausdrücke wie Rotkröpferl oder Rotbrüstle.

Kennzeichen
An der roten Brust und der rundlichen Gestalt leicht zu erkennen. Warnruf ein „tick-ick-ich”. Gesang melancholisch, etwas schüchtern, nicht so schmetternd wie beim Zaunkönig.

Vorkommen
Ganzjährig. Die meisten Rotkehlchen, die im Winter bei uns sind, sind nordische Gäste. Bevorzugt werden unterholzreiche Baumbestände und Waldränder von Laub- und Nadelwäldern.

Nest
Nistet in Bodennähe, anspruchslos. So kommt es zu ungewöhnlichen Neststandorten wie Briefkästen oder Türschmuck.

Nahrung
Sehr vielseitig: Insekten, deren Larven und viele Kerbtiere, die in der Laubstreu gesucht werden. Im Herbst und Winter auch weiche Früchte und Pflanzenteile. Gerne an Futterstellen. Es sind Photos von fischenden Rotkehlchen bekannt.

Info
Vogel des Jahres 1992 und 2021.

 

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes); Unterordnung: Singvögel (Passeres); Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae); Gattung: Erithacus; Art: Rotkehlchen.

Blaumeise, Kugler Max, LBV-Bildarchiv


 Kreisgruppe Dillingen https://dillingen.lbv.de/

 

15.02.2021

Pressemitteilung

 

 

LBV-Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ sehr erfolgreich.

 

Eine noch größere Resonanz als bei der Zählung im Frühjahr konnte das Team der Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) Dillingen für die Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ in ihrem Landkreis verbuchen. Im Vergleich zur vorhergehenden Zählung ist die Anzahl der Teilnehmer um 25 Prozent gestiegen.

Kreisgruppen-Vorsitzende Anne Vogel vermutet, dass wohl  die derzeitigen Kontaktbeschränkungen dazu beitrugen, dass das Interesse an der Natur vor der Haustür wieder vermehrt vorhanden ist. Zahlreiche Rückfragen bei der Kreisgruppe lassen diesen Schluss zu.

 

Im Schnitt wurden dieses Jahr allerdings nur 35 Vögel pro Garten beobachtet und somit so wenige wie noch nie. Die geringere Anzahl könnte damit zusammenhängen, dass es heuer außerhalb von Gärten genug zu fressen gab. Die Vögel waren dadurch vorübergehend weniger auf Unterstützung in den besiedelten Bereichen angewiesen und kamen deshalb seltener an die Futterstellen.

 

Im Landkreis Dillingen sicherte sich der Haussperling bereits zum dritten Mal den Spitzenplatz bei der „Stunde der Wintervögel“, während sein Verwandter, der Feldsperling, den zweiten Platz belegte. Es folgen Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Grünfink.

 

Für eine besondere Überraschung sorgten in diesem Winter große Schwärme von Wacholderdrosseln. Mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten dem LBV, wie die amselgroßen, relativ auffälligen Vögel „gefühlt überfallartig beerentragende Sträucher und Bäume anflogen und dann weiterzogen“.

 

Leider wurden bei der Winterzählaktion wiederum weniger Meisenarten gesichtet. Die LBV-Kreisgruppe bietet daher artgerechte spezielle Nistkästen an. Unter Brutplatzverlusten leidet auch der Mauersegler, der vor allem hohe Gebäude bevorzugt. Auch hier kann die Kreisgruppe auf Bestellung fassadenangepasste Nistkästen liefern.

 

Ganz erfreut hat  Kreisgruppenvorsitzende Vogel auch den Wertinger Nistkastenwettbewerb registriert, der eine tolle Idee zur Unterstützung des Brutgeschehens im dortigen Raum darstellt.

 

Interessenten für die Nistkästen des LBV können sich bei Anne Vogel melden:

Email: anne.vogel@lbv.de

 

Tel. 0172-822 1233

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr viele positive Reaktionen auf

 

den Appell der LBV-Kreisgruppe

Impressionen  von der Exkursion am Faiminger Stausee mit Harald Böck

Impressionen von der Exkursion am Faiminger Stausee mit Harald Böck
Foto: Anne Vogel

LBV Ortsgruppe Dillingen

Aktuelle News aus dem Naturschutz

lbv-news.jimdofree.com Blog Feed

Stunde der Gartenvögel 2021 (Mi, 12 Mai 2021)
Rotkehlchen (Marcus Meyer) Rotkehlchen (Marcus Meyer) Mitmachen ist ganz einfach: Sie zählen eine Stunde lang Ihre Vögel und melden diese Zahlen. Ihre Daten und die tausender anderer Naturfreunde geben Antworten auf brennende Fragen. "Citizen Science" heißt diese Art der Forschung. Die bundesweite Langzeitstudie hilft uns Umweltveränderungen zu erkennen. Zudem können Sie tolle Preise gewinnen. Jetzt schon vormerken: 13. bis 16. Mai 2021. Mit Ihrer Meldung helfen Sie, eine Antwort darauf zu finden. Zur Stunde der Gartenvögel 2021
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Aktuell interessant und wichtig

Leicht verwechselbar

Was unterscheidet eine Sumpfmeise von einer Weidenmeise oder einen Fitis von einen Zilpzalp? 

 

Wandel in Landwirtschaft ist unausweichlich

Noch ist es schwer, den dringend notwendigen Wandel in der EU-Landwirtschaftspolitik gegen die Agrarlobby voranzutreiben. Auch wenn nicht nur Studien den Artenschwund und die Folgen der Intensivlandwirtschaft belegen, sondern jedermann mittlerweile die Veränderungen spürt, leugnet sie weiterhin die Zusammenhänge. Ein neues Fördermodell könnte den Durchbruch bringen.

 

Bewusst konsumieren

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Welcher Vogel ist das?

Die wichtigsten Merkmale, um Vögel zu bestimmen. Meist braucht man mehrere Merkmale, um eine Art eindeutig festzulegen.

 

Die 25 häufigsten Wintervögel

Vögel am Futterhaus und im Garten sicher erkennen und richtig bestimmen. Bei uns finden Sie alle Informationen, die Sie dafür brauchen. Wir haben Ihnen die Steckbriefe und Stimmen der 25 häufigsten Wintervögel zusammengestellt.

 

Gutes Vogelfutter erkennen

Vielen Verbrauchern scheint der Zusammenhang kaum bewusst zu sein, dass sich unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten massiv auf die Vielfalt von Arten und Lebensräumen, insbesondere in unserer Kulturlandschaft auswirken. 

 


Der LBV vor Ort in Bayerns Regionen

Wir sind flächendeckend in Bayern für den Naturschutz aktiv.

 

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